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Erst jetzt wird mir wieder klar vor Augen geführt, was es heißt für unseren Sohn zu sorgen.
Wenn man selbst mit der eigenen Gesundheit beschäftigt ist, jedoch keine Rücksicht darauf genommen werden kann.
Erst dann wird mir bewusst, was wir tagtäglich leisten müssen.
Welche Kräfte es braucht, Yannick im Alltag zu unterstützen.
Welche Ausdauer benötigt wird, „Kleinigkeiten“ mit ihm zu erledigen.
Welche Geduld es erfordert, ruhig und verständnisvoll zu bleiben.
Ein Toilettengang wird zum Kraftakt. Denn es ist nicht in 2 Minuten erledigt. Yannick wehrt sich, rutscht zehnmal hintereinander von der Schüssel. Steckt dabei wie sooft in einem Lachanfall. Also bleibt mir nichts anderes übrig als die Zeit abzuwarten bis er sich beruhigt hat. Dann versuche ich es erneut – immer wieder- bis er wieder bei sich ist und es irgendwann dann doch klappt.
Bei der Medikamentengabe ist es nicht anders. Yannick weiß, was kommt und wehrt sich mit aller Kraft. Sein Körper reagiert auf jede Berührung überempfindlich. Es ist sehr gefährlich, weil er sich leicht stoßen könnte. Also heißt es wieder einmal abwarten und gut zureden. Hoffen, dass der Moment nicht allzu lange andauert.
Beim Zähneputzen- das gleiche Spiel.
Beim Baden reagiert unser Sohn ebenso wahnsinnig empfindlich auf den Strahl und auch das Haare waschen ist jedesmal aufs Neue eine riesige Herausforderung. Yannick hat seinen Körper bei Überforderung kaum unter Kontrolle – die Verletzungsgefahr ist dabei enorm.
Beim Ankleiden und zu Bett bringen hilft Yannick nicht mit. Er arbeitet dagegen und findet es mega lustig, wenn ich nochmal von vorne anfangen muss.

Dies sind ein paar Eindrücke aus unserem Alltag- jede Tätigkeit benötigt unglaubliche Energie und Kraft. Es gibt nichts, was unser Sohn alleine ausführen kann, dafür ist seine Behinderung einfach zu schwerwiegend.
Es gibt auch keinen Tag an dem ich sagen kann, ich schaffe es nicht, weil mich Yannick 24 Stunden, Tag für Tag, den Rest meines Lebens braucht und ich immer für ihn da sein werde.


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